Glövzin meets Asia
Freitag, 10. September 2010
UPDATE
Von Kalkutta haben wir bis auf das Generalkonsulat Deutschlands - Mel musste ein polizeiliches Fuehrungszeugnis beantragen, weil sie im November ein Praktikum in der Zentrale des Auswaertigen Amts macht; Glueckwunsch! - leider nicht viel gesehen, sind uns aber aufgrund der bei der Taxifahrt entstandenen Eindruecke einig, dass die Stadt einen weiteren Besuch wert ist...
Jetzt sind wir in Thailand, genauer gesagt auf Koh Tao, lernen tauchen, werden braun, liegen am Strand, gehen schwimmen, geniessen das thailaendische Essen, gehen aus - endlich! - und freuen uns, dass wir endlich im Paradies angekommen sind ;-) Diese Dinge sind eher fuer uns interessant als fuer euch und daher wird das mein letzter Post sein.
Wir freuen uns auf den 3. Oktober; vielleicht haben ein, zwei Leute Zeit und Lust haben, uns vom Flughafen abzuholen...dann gibt's mehr Details zu unseren Erlebnissen in Thailand und ein umfangreiches Fazit zu unserer gesamten Reise.
Fuehlt euch gedrueckt,
m + d
Montag, 30. August 2010
Agra und Varanasi (26. bis 30.08.)
Das Highlight von Agra schon am Donnerstag besichtigend und das Fort aussparen wollend, versuchten wir den Freitag - unser Zug nach Varanasi ging abends - mehr schlecht als recht rumzukriegen, gingen bei 100% Luftfeuchte spazieren - es dauerte keine Stunde, bis unsere T-Shirts komplett durchgeschwitzt waren - wimmelten hartnaeckige Rikscha-Fahrer ab, die es nicht verstehen konnten, dass man bei dieser drueckenden Hitze einfach nur spazieren moechte :-), wurden Stammgaeste der indischen Kaffeekette, die wir aus Mumbai kennen - hatte naemlich Klimaanlage - und waren froh, als wir Freitagabend endlich in den Zug nach Varanasi steigen konnten, das wir dann am Samstagmittag mit vierstuendiger Verspaetung erreicht haben. Es scheint, als haette nicht nur die Deutsche Bahn so ihre Probleme mit der Puenktlichkeit ;-)
Verwirrende Gassen in der Altstadt und die Ghats am Ganges
Nach einem ausgiebigen Mittagessen wollten wir dann die Altstadt erkunden und sind direkt vor unserem Hostel ein paar Indern begegnet, die da staendig rumzustehen scheinen und Touristen ihre Hilfe als Guide anbieten, was diese gern annehmen, vor allem Frauen, um deren Orientierungssinn es bekanntlich nicht gerade zum Besten steht :-) Wir haben uns also zum Verbrennungsghat fuehren lassen, bei dieser Gelegenheit einen mit Tuechern umwickelten, auf Holz gebetteten Toten aus der Ferne brennen gesehen, etwas ueber die Verbrennungsprozedur erfahren und waren voller Ehrfurcht angesichts dieses heiligen Ortes. Danach ging es noch in einen kleinen Hindutempel, der von aussen mit verschiedene Kamasutrastellungen abbildenden Holzfiguren verziert war, die gelegentliches Laecheln auf unsere Gesichter und das des Inders zauberten. Unsere kurze, dennoch interessante Tour endete in einem Seiden-Laden, in dem wir - na, was wohl? - alles moegliche aus Seide zu unschlagbaren Preisen, aber dennich in bester Qualitaet kaufen sollten. Wohlwissend, dass wir sowieso abgezockt werden und genuegend Souvenirs aus Indien habend, wurde mir ploetzlich so schwindelig, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte und Melina mich unbedingt aufs Hotelzimmer bringen musste :-) Jetzt weiss ich endlich, wofuer die DS-Zeit gut war; es stimmt, wir haben dabei fuers Leben gelernt :-)
Es eine Tour mit einem Boot zu nennen, ist vielleicht etwas uebertreiben, waren es doch eher irgendwie zusammengeschlagene Bretter, die sich auch irgendwie ueber Wasser gehalten haben. Wir sind wieder am Verbrennungsghat vorbeigekommen, durften aussteigen, wurden von einem aelteren Herren noch dichter an die Holzhaufen herangefuehrt als beim ersten Mal und haben das Beerdigungsprozedere viel besser verfolgen koennen. Schon ein schaurig-schoener Ort! Ein wenig stoerend wirkte nur die abschliessende Bitte um Spende fuer Brennholz - ganz besonderes Holz, das aus 300 km entfernten Waeldern stammt - die uns mehrere Hundert US $ gekostet haette, waeren wir ihr vollstaendig nachgekommen (Mel war zu goldig und meinte, dass wir nur das Geld fuer die Bootstour mitgenommen haben, weil wir Angst hatten, ins Wasser zu fallen. Morgen wuerden wir aber noch einmal vorbeikommen, um etwas Geld zu spenden...Findet ihr fies von uns? Der Lonely Planet hat eindringlich davor gewarnt, auf diese Spendengesuche einzugehen.)
Am letzten Tag haben wir die Altstadt verlassen - waren wir stolz, dass wir den Weg vom und zum Hotel ganz allein gefunden haben - und den anderen Teil der Stadt erkundet. Wir haben den Campus der Benares Universitaet erkundet - Wer haette gedacht, dass ich erst nach Indien muss, um ueberhaupt mal einen Campus zu sehen? Die jeweiligen Fakultaeten der Berliner Unis sind ja in der ganzen Stadt verteilt. - und sind durch ruhige Strassen entlang des Ganges geschlendert, bis wir in einem von westlichen Aussteigern gefuehrtem Cafe und Shop gelandet sind, in dem sogar die Toilette zum Verweilen einlud - sauber, Klopapier, kleine Handtuecher zum Haendeabtrocknen - das Essen einfach spitze war und die tollen Schals, Blusen, Hosen, Tischdecken, Bettbezuege und und und zu original indischen Preisen - die waren fix, sodass man garantiert nicht abgezockt wurde - zum endlos langen Shoppen verfuehrten.
Varanasi hat uns also gefallen - wie wird wohl Bodhgaya, Indiens Zentrum fuer buddhistische Pilger?
m + d
Mittwoch, 25. August 2010
Udaipur (23. bis 25.08.)
Udaipur, auch Venedig des Ostens genannt, ist wie ein Wunder fuer uns nach dem hektischen und stressigen Jaipur. Das Gelaende des City Palace laedt zum Verweilen, Lesen und Entspannen ein und die zahlreichen Dachterassen bieten einen atemberaubenden Blick auf den See. Aber der Reihe nach.
Wir sind mit dem Nachtzug gereist, hatten also die Sleeper Class - ihr erinnert euch, die Abteile mit den jeweils drei Liegen uebereinander, die wir auch schon auf unserer Fahrt von Mumbai nach Jodhpur geniessen konnten - und dementsprechend schoen war unsere Fahrt (ok, wir haben sowieso die meiste Zeit geschlafen :-D ). Unser Hostel lag dieses Mal nicht unmittelbar in der Altstadt und damit im Touristenzentrum, sondern weiter ausserhalb, war aber mit umgerechnet gut 3 EUR extrem billig . Angearscht haben wir uns aber trotzdem, wurden wir doch bei den Tuk-Tuk-Fahrten in die Altstadt teilweise kraeftig abgezockt (Feiertag-, Nacht-, Haessliche-Nase-, Was-weiss-ich-Zuschlag). Man lernt eben nie aus ;-)
Montag, am Tag unserer Ankunft, haben wir uns gleich auf den Weg in die Altstadt gemacht - eigentlich mit hochtrabenden Plaenen (Sightseeing meets Kultur meets Bildung), aber gleich im City Palace hat uns das Shopping-Fieber gepackt. Ich habe endlich schoene Postkarten fuer euch gefunden und die anderen, vergilbten, ollen - bereits beschriebenen - wegschmeissen koennen. Zudem haben wir uns mit Lesestoff ueber Indien eingedeckt - vielleicht verstehen wir dieses Land dann ja besser - und konnten es kaum erwarten, die ersten Zeilen zu lesen. Vorher mussten wir aber brav den Pfad abgehen, der durch und um den City Palace fuehrt; eine andere Moeglichkeit zum Ausgang zu gelangen gab es naemlich nicht. Und es nahm kein Ende - hier noch ne Kurve, da noch ne Treppe, wieder ein Ausstellungsraum bis ... Geschafft! Auf in ein Restaurant mit Dachterasse, gegessen, gechillt, angelesen und Kraft getankt fuer die grosse Shopping-Tour. Letzteres kann man hier ausserordentlich gut. Was, wird natuerlich nicht verraten :-P
Dienstag haben wir dann das Sightseeing nachgeholt. Nach einem ausgedehnten Fruehstueck im Cafe Edelweiss - ich haette wetten koennen, dass es von Aussteigern aus Deutschland betrieben wird; diese sahen allerdings sehr indisch aus (wohl gut angepasst :-D) - ging es mit einer Seilbahn (ja, ich weiss, sehr indisch) auf die Gipfel ueber die Stadt, von wo aus man einen herrlichen Blick ueber Udaipur und Umgebung hatte. Den Abstieg meisterten wir zu Fuss - nicht, dass unsere Muskeln bei dem ganzen Tuk-Tuk-Gekutsche ganz verkuemmern - und nahmen dann direkt Kurs auf die Bootsanlegestellen innerhalb des Palastgelaendes. Hier lernten wir Udaipurs Spitzengastronomie kennen - Eiskaffee fuer ca. 4,50 EUR (sehr lecker!) und ein Wasser sowie zwei Fanta for take away fuer gut 8 EUR. Letzteres haben wir uns geklemmt, bekommt man doch das gleiche fuer gut 50 Cent ausserhalb des Gelaendes. Zu dumm nur, dass ich bestellt habe, ohne vorher nach dem Preis zu fragen - ich hatte genug mit dem Bewundern der schoenen Seeterasse zu tun, deren Tische mit Tischdecke und Papierservietten eingedeckt waren; Hussen gab es auch und erst die Bar, Alkohol wohin das Auge reicht (die Inder trinken kein bzw. kaum Alkohol)...Der Kellner mit der 500-Rupien-Rechnung riss mich dann aus meinen Traeumen und ich machte mich "Sorry, I don't have so much money" und "No, no credit card, it's in the hotel" flunkernd auf und davon. Die Bootstour war ok, aber nicht weiter spektakulaer und ihre 5 EUR nicht wert (es kann natuerlich sein, dass sich meine Preis-Leistungs-Sicht in den zwei Wochen Indien zu sehr nach unten verschoben hat...). Danach: Lesen, Postkarten schreiben, lesen, essen, mit Tuk-Tuk-Fahrer feilschen, lesen, schlafen, aufstehen, packen, duschen, auschecken, fruehstuecken, Geld abheben, Post, Internet...Wir haben mittlerweile Mittwoch, heute Abend geht's nach Agra und es steht noch ein Telefonat nach Hause an (Mutti wird 47 - Happy Birthday!) und ich muss noch meine Waesche - hoffentlich sauber, trocken und ganz wichtig: flohfrei! - abholen. Spannend, oder? ;-)
Denkt nicht, dass wir langweilig sind. Aber nach den stressigen anderen Staedten tut die Ruhe und das Nichtstun ganz gut und wir koennen Kraft sammeln fuer Agra und Varanasi, die Touristenhochburgen schlecht hin. Was uns da erwartet, koennt ihr dann in den naechsten Tagen hier lesen..
m + d
Freitag, 20. August 2010
Jaipur (18. bis 22. August 2010)
Von Jodhpur ging es Mittwoch frueh (5.45 Uhr!) mit dem Zug nach Jaipur, der Hauptstadt des Bundesstaats Rajasthan. Die fuenfstuendige Zugfahrt war dieses Mal eine Katastrophe. Da wir tagsueber gefahren sind, gab es keine Sleeper Class, mit der wir auf der Fahrt von Mumbai nach Jodhpur so gute Erfahrungen gemacht haben, sondern nur eine Chair Class, in der sich jeweils drei Passagiere auf eine der Rueckenform ueberhaupt nicht entgegenkommenden, mit nicht atmungsaktiven Leder ueberzogenen Sitzbank quetschen muessen. Ich schreibe "quetschen", weil die bei der Bemessung der Plaetze von schmalhueftigen und generell zierlichen maennlichen Indern ausgegangen sein muessen. Alle anderen pflegen waehrend der Zugfahrt unfreiwillig engen mind. Bein-, wenn nicht sogar Ganzkoerperekontakt und der zum Gangsitzende (ich!) sitzt meist nur mit der halben Pobacke auf der Sitzbank. Unbequem! Nachdem ich mich entschlossen habe, mir es auf dem Boden vor der - wieder offenen - Zugtuer gemuetlich zu machen, war es schon viel angenehmer und der traumhafte Ausblick entschaedigte fuer alles.
Davon ausgehend, dass uns Indien nicht mehr schocken oder nerven koennte (wie toericht, das nach nur einer Woche zu denken...), wurden wir in Jaipur eines Besseren belehrt. Wie die Hyaenen haben sie sich "Tuk-Tuk"- (motorisierte Rikscha) und Fahrradrikscha-anbietend auf uns gestuerzt. Davon genervt, entschlossen wir uns, den Weg zu unserem Hostel zu Fuss zurueckzulegen. Uns erblickend - wir standen orientierungslos auf dem Mittelstreifen einer viel befahrenen Strasse - hat uns ein schmaechtiger Herr so lange zugelabert (das war wirkliches "Labern"), bis wir zusagten, dass wir bei ihm bis zu unserem Hostel mitfahren. Dann zeigte er uns sein Gefaehrt - eine Fahrradrischka - und eigentlich haetten wir da schon dankend ablehnen sollten, taten es aber nicht. Wir zwei Leichtgewichte ;-) plus ca. 35 kg Gepaeck also rein in seine Rischka, das Schneckentempo der ersten Meter auf die generellen Schwierigkeiten beim Anfahren schiebend, uns nach den naechsten Metern (immer noch Schneckentempo) damit troestend, dass selbst die Inder es so machten wie wir, ihn dann aber schliesslich baten, anzuhalten, was er - wohl aus Angst um sein Geld - ignorierte. Erst als wir ihm versicherten, das er sein Geld auf alle Faelle bekommt, hat er uns raus gelassen, wir haben gezahlt und uns endlich nicht mehr gefuehlt wie reiche Europaer, die arme Inder misshandeln. Zu unserem Hostel sind wir dann alle anderen Rikscha-Angebote ignorierend gelaufen
Zu unserer Verteidigung muss ich noch erwaehnen, dass die Fahrer der Fahrradrischkas zu den Aermsten der Armen gehoeren, ihnen das totale Umsteigen der Touristen auf motorisierte Rischkas also auch nicht hilft. Wir haben es daher spaeter noch einmal probiert - der Fahrer hat sich wieder einmal aufgedraengelt und das trotz unserer Kilos, die er zu bewegen hat - doch auch dieses Mal fuehlten wir uns schlecht, so schlecht, dass der Fahrer das dreifache des sonst ueblichen Fahrpreises und zwei Bananen bekommen hat.
Unser Hostel ist zwar sehr billig (6 EUR pro DZ), hat aber so seine Probleme mit gutem Essen. Am Mittwoch hat es Mel mit Durchfall umgehauen und am Donnerstag mich, sodass wir das Hostel zwei komplette Tage nicht verlassen haben. War aber nicht weiter wild, denn es hat eh die ganze Zeit geregnet - mit den riesigen und tiefen Pfuetzen, fuer die wir extra unsere Gummistiefel eingepackt haben, die wir dummerweise in Mumbai gelassen haben...
Pimp your Tuk-Tuk
Am Freitag haben wir dann endlich begonnen, die Stadt zu erkunden. Den Worten von zwei anderen Travellern vertrauend ("Die Altstadt ist wunderschoen"), haben wir uns zu Fuss auf den Weg gemacht. Es hat wohl keine Viertelstunde gedauert, da fanden wir uns selbst in einem kleinen Laden fuer Tuecher und der fuer Backpacker typischen Kleidung wieder. Ich erstand endlich eine von den Hosen, bei denen der Schritt bis sonst wo reicht, und Mel ist gluecklich ueber ihre neuen, riesigen Strandtuecher, mit denen wir dann hoffentlich an Thailands Straenden chillen koennen (chillen ist naemlich das, was man in Indien eher weniger gut kann - zumindest bis jetzt). Kaum waren wir aus dem Laden raus, goennten uns eine kurze Pause zum Orientieren, waren wir umwimmelten von Tuk-Tuk- und Rikscha-Fahrern, die sich alle gegenseitig in ihren Preisen unterboten. Genervt und sowieso auf der Suche nach der auch pink city genannten Altstadt - bis jetzt waren die Haeuser alle braun - gingen wir auf ein Angebot ein und liessen uns zum City Palace bringen. Eigentlich dachten wir daran, einen kurzen Rundgang durch den Palast zu machen und ein paar nette Fotos zu schiessen, doch der hohe Eintritt machte uns einen Strich durch die Rechnung - 6 EUR ist natuerlich nicht viel, aber wir hatten keinen Bock auf zwei Museen und eine Galerie, soweit reicht unser Interesse dann doch nicht :-)
wir genossen es, entertained zu werden und uns
Obgleich das schon wieder Kaffeefahrtflair hatte, hat uns die zurueckhaltende und ehriche Art von Sony gut gefallen - Mels Frage, ob er etwas bekomme, wenn er Touristen an die verschiedenen Orte bringt, bejahte er ohne Rumdrucksen - und so beschlossen wir, gemeinsam mit ihm das Nachtleben in Jaipur zu erkunden; es war ja schliesslich Freitag Abend.
In Indien faengt alles ein bisschen frueher an und so liessen wir uns zu um 19 Uhr von unserem Hostel abholen. Sony selbst - 33 Jahre, verheiratet [ob love oder arranged wissen wir nicht :-) ], drei Kinder - geht nicht aus, hat sich aber von seinem Kumpel einen Club empfehlen lassen. Dieser lag in einem Industriegebiet und ich musste beim Betreten sofort an den FunPark denken (fuer die Berliner: Matrix). Wie um das Klischee zu bedienen, lief dann auch noch Trance Musik. Herrlich :-D Wir waren die einzigen Gaeste und haben die Bedienung - alles Maenner bzw. Jungs unseren Alters, adrett in weissem Hemd mit roter Fliege und Schaerpe - wohl etwas ueberrumpelt. Zumindest konnte ich die Bestellung noch nicht aufgeben, da der Manager mit dem Schluessel fuer die Kuehlschraenke noch nicht da war ;-)
Da man laut Sony in Jaipur nicht laenger als Mitternacht ausgeht, waren wir guter Dinge, noch ein paar Einheimische zu treffen. Ausser ein paar Billard spielender Jungs war da aber nichts, sodass wir uns dann gegen 21 Uhr wieder auf den Heimweg gemacht haben.
Da uns der Tag mit Sony sehr gut gefallen hat und uns mit ihm Schlepptau weniger aufgedraengelt wurde, haben wir uns gleich wieder fuer Samstag
Auf dem Tagesprogramm standen wieder irgendein Palast, dieses Mal aus Marmor; ein Tee und Gewuerze-Laden, in dem wir - wahrscheinlich zu voellig ueberhoehten Preisen - kraeftig zugelangt haben; ein Juwelier, bei dem wir sahen, wie Silber und Edelsteine unter denkbar schlechten Arbeitsbedingungen, die einen ein schlechtes Gewissen bereiten, wenn man im Laden neben der Werkstatt Schmuck zu unerhoert billigen Preisen kauft, geschnitten und poliert werden; eine Mall, die nur fuer die Oberschicht Jaipurs erschwinglich ist und in der es dementsprechend ruhig war und jeder potentielle Kunde einen potentiellen Verkaeufer zur Seite bekommt, der einen durch die einzelnen, nicht extra mit Personal bestueckten Laeden fuehrte und zum Abschluss ein traditionelles, da von vielen Einheimischen besuchtes Restaurant, dessen sehr gutes Essen mich bei meinem Durchfall um Lichtjahre zurueckgeworfen hat. Zwischendurch war Mel noch mal kurz fuer 2 EUR ihre Spitzen schneiden, allerdings war das in irgendeinem Garten - der Barbier vom Herrenfriseur kam extra - und ich habe echt verplant, Fotos zu schiessen.
Sonntag, am Tag unserer Weiterfahrt nach Udaipur, hatten wir uns wieder mit Sony verabredet und eigentlich vor, noch mal fuer drei bis vier Stunden mit ihm gemeinsam die Stadt unsicher zu machen. Doch anstatt wir die Stadt unsicher, machten uns die Touristenfaenger rund um den - dieses Mal Affen- Tempel irre (alle wollten unser nicht vorhandenes Geld) und so liessen wir uns von Sony in einem Internetcafe absetzen, bedankten uns bei ihm, bezahlten ihn gut und gaben ihm zu verstehen, dass er den heutigen Tag - seinen Geburtstag - mit seiner Familie verbringen solle. Dass das Internet in dem Cafe nur in Ausnahmeminuten funktionierte, uns aber dennoch der volle Preis berechnet wurde, liess unsere Laune nicht besser werden - wohl aber die letzten Stunden in unserem Hostel, einem idealen Rueckzugsort, weil wir hier in Ruhe gelassen werden.
Wir sind gespannt auf Udaipur...
m + d
Resumee Jodphur
Aber was haben Jodhpur erlebt? Wir haben viel eingekauft - Tuecher, lange Blusen (damit wir unsere Schultern verhuellen koennen und somit nicht zu sehr auffallen), Lederhandtaschen und Schmuck -, jeden Tag auf der Dachterasse eines anderen Hostels gegessen und das indische Essen ohne Durchfall geniessen koennen. An Sightseeing gab es die bereits erwaehnte, an eine Kaffeefahrt erinnernde Villagetour mit eigenem Fahrer, der uns in verschiedene Doerfer gebracht hat, damit wir dort traditionelles Handwerk kennen lernen und natuerlich kaufen, was Mel dann auch getan hat (einen Laeufer fuer ihr Zimmer in Berlin). Das Beste an der Fahrt war das Mittagessen bei der Familie unseres Fahrers, bestehend aus leckerem Brot (eine Art Fladenbrot aus Weizenteig) und Kartoffeln in Curry-Joghurt-Sauce, was wir alles - der indischen Tradition entsprechend - mit der rechten Hand verputzt haben, waehrend unsere linke (in Indien die schmutzige Hand) brav unterhalb des Tisches blieb.
Dienstag sind wir zu irgendeinem Palast gefahren - der Name ist mir gerad entfallen, bin aber auch zu faul, den Lonely zu holen, um diesen dort nachzuschlagen -und haben hier zum ersten Mal ein sauberes und ruhiges Plaetzchen in Indien gefunden. Der Palast wird teilweise als Hotel genutzt, aber auch noch vom Maharaja bewohnt, der - laut Aussagene eines Einheimischen - auch unverheiratete Soehne hat. Mel und ich sind dran :-) Nach dem Palast ging es mit der motorisierten Rikscha - der Fahrer hat die gute halbe Stunde, die wir im Palast verbracht haben, auf uns gewartet - zur anderen Seite der Stadt, zu einem weiter oben gelegenen Fort. Hier wurde man - ganz western like - mit einem Audioguide - auf deutsch! - ausgestattet, mit dem man dann das Fort erkunden konnte. Prima Sache...wenn es da oben nur nicht so heiss gewesen waere...
Vom Fort aus konnten wir unser Hostel sehen. Also machten wir uns zu Fuss an den Abstieg (den Rikscha-Fahrer hatten wir eh schon weggeschickt). Auch am Wegesrand wollten die Einheimischen mit uns Geld machen. Konnten wir das erste "Come in and see my house"-Angebot noch ablehnen, hat uns dann aber der Zweite nicht mit seinem "Henna"-Ruf fesseln koennen, obwohl wir nach seinem "water, water" schon weiter gegangen waren. Der "Zweite" war ein junger Inder, scheinbares Alter 16, 17 Jahre, der uns in sein Haus fuehrte, in dem er mit Oma und seinen Geschwistern lebte (die Eltern habe wir nicht kennen gelernt) und uns in seinem Zimmer ein kleines Fotoalbum voller Hennakreationen zeigte. Schnell haben wir uns fuer eines entschieden und dann legte er los, erst meine rechte Hand (ca. 15 min) und dann Mels.
Mit unseren Henna-Tatoos waren wir schon am naechsten Tag nicht mehr zufrieden - zu breite Striche, komisches Fischgretenmuster entlang unserer Finger, allerdings kann man fuer umgerechnet 1,60 EUR nicht meckern - wohl aber mit dem interessanten Gespraech, was wir mit ihm fuehrten. In einer Stunde lernten wir etwas ueber die indische Schule, Moskitos und Malaria, Schmuck - er zeigte uns ganz nebenbei seine selbst hergestellten Ketten, Armreifen und Ohrringe und ich konnte letzteren aus Muscheln einfach nicht widerstehen - und darueber, wie sich Frauen, ob Einheimische oder Touristinnen, zu kleiden haben.
Der letzte Tag in Jodphur war also rundum gelungen. Daumen druecken, dass es so weiter geht.
m + d
Dienstag, 17. August 2010
Montag, 16. August 2010
Eine Zugfahrt, die ist lustig...
Ich habe mein USB-Kabel fuer die Kamera vergessen, die Bilder aus dem Zug stelle ich aber so bald wie moeglich online [ueberhaut sollte ich mal Bilder hochladen :-D]. Bis dahin muesst ihr euch mit meiner duerftigen Beschreibung Vorlieb nehmen.
In einer Sitz- bzw. Schlafgruppe befinden sich sechs Liegen, drei an jeder Seite, wobei die mittlere Liege herunterklappbar ist, sodass man tagsueber auf der unteren sitzen kann (eindeutige Zuordnung der Platznummer sowohl fuer den Schlaf- als auch Sitz"fall"). Das herrlichste sind die offenen, hoechstens durch Gitter geschuetzten Fenster [ja, ein bisschen Knastatmosphaere kommt durchaus auf :-D]. Man kann seine Hand rausstrecken und spuert den Fahrtwind. Wer kann das von seinen Fahrten mit der Deutschen Bahn behaupten?
Waren wir die erste Stunde allein in unserem Abteil und konnten die Aussicht auf den Fensterplaetzen geniessen, gesellten sich nach dem ersten Stopp drei Herren mittleren Alters zu uns, von denen der eine sehr gut Enlisch sprach und fuer die anderen den Uebersetzer spielte. Alle drei zeigten grosses Interesse an uns europaeischen, jungen Frauen und Mel verstand es sehr gut, dass Gespraech immer wieder zu neuem Leben zu erwecken (tradtionelle KLeidung, Essen, love vs. arranged marriage, Studium, Frauen in Indien...). Wir tauschten Kekse und Kaugummis gegen Erdnuesse, lehnten bei Chai Tee und frischem Salat dankend ab (wir sind immer noch durchfallfrei...).
Wir waren fast ein wenig traurig, als die Herren nach ein paar Stunden ausstiegen, fanden aber bzw. Mel fand in den Zugestiegenen, einer jungen Frau und ihrem Mann, wieder tolle Gespraechspartner [ja, ich sollte mir wirklich mehr Muehe geben im Zugehen auf fremde Kulturen ;-D].
Ansonsten herrscht sehr viel Trubel in einem indischen Zug. Da Snack-Automaten fehlen, gibt es Essen auf Raendern, d.h. alle gefuehlte 10 min kommt jemand vorbei, der Chai Tea anbietet, der naechste verkauft Suessigkeiten und Knabbereien und wiederum ein anderer bereitet Salat frisch vor deinen Augen zu. Waehrend der Stopps auf Bahnhoefen kommen Haendler in den Zug, um dir allerlei Troedel zu verkaufen. Das Highlight waren jedoch die als Frauen verkleideten Maenner, von denen kein anderer Passagier beruehrt werden moechte und die diesen deshalb Geld zustecken ("Beruehre mich nicht"). Als Berliner liess uns das natuerlich voellig kalt :-D.
Gegen 23 Uhr ist Schlafenszeit. Mich hatte es mit der obersten Liege ganz gut getroffen und ich konnte tatsaechlich fuer ein paar Stunden Augenpflege betreiben. Mel hingegen war wohl zu sehr mit Rucksackhueten beschaeftigt, als dass sie ein Auge zudruecken konnte (DANKE!).
Sonntagmorgen gegen 7 Uhr haben wir Jodhpur erreicht, auch schnell ein niedliches Hostel gefunden und erst einmal ein paar Stunden abgeruht.
Endlich Kuehe...
Jodphur ist mit seinen ca. 1 Mio. Einwohnern etwas kleiner als Mumbai (20 Mio.) und hat vielmehr von dem Indien, das wir uns vor Reisebeginn in unseren Koepfen ausgemalt haben: eine tolle Altstadt mit engen Gassen, in denen man Motorraedern, Rikschas aber auch Kuehen ausweichen muss; einen grossen Markt, der alles von Gemuese, ueber Gewuerze, Lederwaren bis hin zu Stoffen in allen erdenklichen Variationen und Farben anbietet sowie einen doerflichen Charme trotz Grossstadtstatus, dank der unbefestigten Strassen bzw. Wege, der vielen Kuhfladen und der zig Millionen Fliegen.
Obgleich wir schon was Tolles erlebt haben - eine Jeepsafari zu den umliegenden Doerfern mit Besuch einer Toepferei sowie Weberei, Teilnahme an einer Opiumzeremonie (wir haben nicht probiert) und traditionellem Mittagessen - und auch einen tollen Abend auf der Dachterasse unseres Hostels verbracht haben - ich habe mit meiner Bibellektuere begonnen, muss aber schon nach Lesen der ersten zehn Seiten sagen, dass die Mitnahme des Kleinen Testaments voellig ausgreicht haette...- wissen wir immer noch nicht so richtig, was wir mit unserer Zeit anstellen koennen. Liegt es vielleicht daran, dass wir beides Menschen sind, die in ihrem Alltag auf jeder Hochzeit tanzen und immer was zu tun haben und denen gerad deshalb der Muessiggang oder das Faulenzen schwer faellt? Wer weiss, ob wir uns nicht fuer zwei Wochen in einer Freiwilligenorganisation engagieren und Muell in Kalkutta sammeln :-D? Wir halten euch auf dem Laufenden...
m + d
Sonntag, 15. August 2010
Letzter Tag in Mumbai
Zurueck aufs Boot, dann ins Hotel, die uns zu overdressed erscheinenden
noerdliche Mumbai, zu fahren und dort Leon zu treffen, einen gemeinsamen
Freund von der Uni, der hier seit Maerz ein Praktikum macht.
Wie wuerden zum ersten Mal einen Local Train benutzen...Oeffentlicher Nahverkehr in einer indischen Grossstadt - denkt man da an beim Fahren geoeffnete Tueren? An Inder, die noch vor Halten des Zugs auf diesen aufspringen? An extra Frauenabteile? Daran, dass erst alle einsteigen, anstatt die anderen aussteigen zu lassen? Aber auch daran, dass interessiert gefragt wird, wo wir aussteigen wollen, dass uns kurz vor unserem Zielbahnhof gesagt wird, dass wir schon mal aufstehen sollten, um uns mit einem "Excuse me" durch den rappelvollen Zug zur Tuer zu draengeln? So war es und wir sind tatsaechlich heil aus dem Zug gekommen.
In Bandra lernten wir die andere Seite Mumbais kennen, die im Gegensatz zum
von der Kolonialzeit gepraegten Sueden bunter, hektischer, aber auch aermer
ist. Blechhuetten, Menschen, Ratten, Gestank, Muell, Hupen, Motorengebruell
wechselten einander ab. Um diesen wenig zum Verweilen einladenden Ort
schnell zu verlassen, stiegen wir in eine motorisierte Rikscha und brausten
davon. Die Fahrt in einer Rikscha ist schone in kleines Highlight und
jedem zu empfehlen, der die Gelegenheit dazu hat. Man muss zugeben,
dass unter der chaotischen Oberflaeche des Verkehrs ein
ausgetueffteltes System impliziter Verkehrsregeln steckt, dass ohne
viel Ampeln und Fahrbahnspuren auskommt.
Leon brachte uns ans Wasser, setzte uns in einen Coffeeshop einer indischen, ins europaeische Ausland expandierenden (Wien) Kaffeekette und beim Beobachten des (sehr kurzen) Sonnenuntergangs hatte man schnell das Gefuehl, man sei in Suedeuropa - und das, obwohl wir nur knapp zehn Minuten mit der Rikscha unterwegs waren. So gegensaetzlich kann Mumbai sein.
Im Laufe des Abends sind wir noch Bus gefahren, in den man ebenfalls - als echter Inder - waehrend des Fahrens ein- bzw. aussteigt;haben eine katholische Kirche mit unzaehligen von der Decke haengenden Ventilatoren betreten und in einer seit 70 Jahren von Indern gefuehrten American Bakery Reiseproviant fuer unsere Zugfahrt nach Jodphur gekauft. Wie das war, erfahrt ihr im naechsten Post.
m + d
Freitag, 13. August 2010
Heute: erster Tag mit Gummistiefeln in Mumbai
Huhuhuhu...
Endlich haben wir Zeit und Musse gefunden, um uns in ein kleines, aber feines Internetcafe zu setzen und ein paar Worte an die Daheimgebliebenen zu richten
:-D. Ueber den Flug verliere ich keine Worte, der war ok (wie Fliegen halt so ist). Danach ging es zwei Stunden mit dem Taxi vom Flughafen zu unserem bereits von Deutschland aus gebuchten Hotel. Mumbai live! Slums neben dem Flughafen, Ziegen und Kuehe am Wegesrand bzw. auf der Strasse, Ein-Kind-Familien auf einem (!) Roller, Hupen, die sich anhoeren, als waere der Stossdaempfer kaputt, Maenner, die nicht schwul sind, aber Hand in Hand durch die Strassen schlendern, am Strassenrand schlafende Inder...das sind meine ersten Eindruecke von Mumbai, einer Stadt von ueber 20 Mio. Einwohnern.
Und schon ein roter Punkt...
Nachdem wir fix unsere Sachen in unser Hotel gebracht haben - wir sind durch Zufall im Backpacker-Viertel gelandet, Hotel ist im Kolonialstil, Zimmer und Bad sauber - ging es gleich weiter, um die naehere Umgebung zu erkunden. Wir wussten, dass wir ueberall angeguckt und angesprochen werden ("Ma'm, need a taxi", "Madam, nice dresses" ...). Worauf wir allerdings nicht vorbereitet waren, das waren die Moenche, die uns einen roten Wollfaden ums Handgelenk wickelten, uns einen roten Punkt auf die Stirn malten, uns etwas Suesses zu essen gaben, dabei unentwegt vor sich hin murmelten (Segen?) und am Ende der Prozedur Geld haben wollten. Langsam daemmerte es uns und wir sahen zu, dass wir die Moenche schnell wieder los wurden. Fuehlten wir uns durch unseren roten Punkt schon genug als dumme Touristen, ermahnte uns noch ein westlich gekleideter Inder (ist uns extra hinterhergerannt), wir sollten uns in Zukunft nicht mehr auf diese Moenche einlassen. Wie peinlich. Der erste Anfaengerfehler ist uns also schon nach ein paar Stunden unterlaufen! (An die Familie: Uns geht es gut, dass "Suesse" war nur ene Suessigkeit).
Mels Sari...
Uns einen Plan fuer die verbleibenden Stunden des ersten Tages ueberlegend und eifrig in unserem Lonely Planet blaetternd, wurden wir von einem Inder angesprochen, den Mel auch sofort in ein Gespraech verwickelte. Er wies uns darauf hin, dass wir zu touristisch aussehen (ja, ich habe meine Schultern gezeigt) und so in anderen Teilen Indiens Probleme bekommen koennten, auf alle Faelle aber immer die hoehren Touripreise zahlen. Er, in Frankreich lebend, sei daran interessiert, uns zu helfen, lud uns zu einem Chai Tee ein (sehr lecker!) und fuehrte uns dann in einen Laden, in dem man guenstig traditionelle, indische Kleidung erwerben koenne. Mel, die ja von anfang an einen Sari haben wollte, liess sich nicht lange bitten, verschwand in der provisorischen Umkleide und kam in einem oliv-bordeaux-farbenen Sari wieder hervor. Derweil hatte ich mir eine laengere, tuerkis-farbene Bluse uebergeworfen. Wir gefielen uns und wollten die Sachen haben - ohne eine Vorstellug davon zu haben, wie die ueblichen Preise dafuer sind, woran man Qualitaet erkennt und wie man feilscht. Egal! Ein Zurueck gab es nicht wirklich. Mel handelte noch 300 Rupien runter, loeste mit meinem Einverstaendnis die Gemeinschaftskasse auf (das Sari war etwas teurer), wir beide zahlten und verliessen mit unserem indischen Freund das Geschaeft. Als dieser uns dann aber noch in Reisebuero lotse, in dem wir Zugtickets fur unsere Weiterfart kaufen konnten (oder sollten?), lehnten wir dankend ab und verabschiedeten uns.
Wissen wir, ob unser indischer Freund nicht immer ahnungslosen Touristinnen auflauert, ihnen durch Geschichten von seiner franzoesischen Frau (wir haben das Foto gesehen!) und dem bald zur Welt kommenden Kind sowie der Einladug zum Chai Tee Honig ums Maul schmiert und damit ihr Vertrauen gewinnt, um sie anschliessend zu befreundeten Geschaeftsinhabern zu bringen, damit sie da viel Geld lassen koennen? Wir glauben es nicht wirklich und bereuen unseren Kauf in keinster Weise :-D
Die Zeit draengt...
Ihr glaubt gar nicht, wie lange es dauert, ein paar eingermassen zu lesende Zeilen aufs Papier bzw. den Bildschirm zu bringen. Daher sei nur kurz erwaehnt, dass wir noch in einem Kino waren (leider auf Hindi) und vor Filmbeginn die indische Nationalhymne gespielt wird, zu der sich alle Zuschauer dann erheben; dass wir schon indisch essen waren, aber bisher durchfallfrei sind (weiterhn Daumen druecken!); dass wir schon Taxi gefahren sind, dabei aber vermutlich abgezockt wurden; dass Mumbai nicht so billig ist, wie anfangs gehofft; dass unsere Sachen nicht trocknen (ja, wir haben unsere Sachen vom Flugtag schon per Hand gewaschen), weil die Luftfeuchte so hoch und dass Backpacken gar nicht so leicht ist, wie man es sich vorstellt.
Wie es weiter geht...
Morgen fahren wir mit dem Zug - Mel hat den Ticketkauf sehr souveraen hinbekommen - von Mumbai nach Jodhpur, insgesamt sind wir 13 Stunden unterwegs. Das heisst, ich werde endlich Zeit finden, ein wenig in der Bibel zu lesen und wir werden hoffentlich endlich etwas von der schoenen indischen Landschaft sehen. Vor Ort wollen wir uns dann auf andere Backpacker stuerzen
:-D
Wir halten euch auf dem Laufenden...
Mel und Doerte
Montag, 9. August 2010
Montag, einen Tag vor Abfahrt, kurz vor Mittag
Morgen Nachmittag starten Melina und ich unsere Reise nach Indien und Thailand. Über London geht's von Berlin Tegel nach Bombay, heute Mumbai. Mittwoch, 10.40 Uhr Ortszeit (in Deutschland - 3,5h) werden hoffentlich von unserem Fahrer vom Flughafen abgeholt und zu unserem Low-Budget-Hotel gebracht. Hier bleiben wir bis zum 14. August und dann geht die Reise weiter. Wohin? Keine Ahnung...wir halten euch auf dem Laufenden.
Der Einleitungs-Post wäre also verfasst und nun folgen noch ein paar kurze Lesehinweise meinerseits (das haben andere nicht gemacht ;-):
- Ich entschuldige mich jetzt schon für Rechtschreibfehler (die meistens Tippfehler sind), Wiederholungen, fehlende Stilsicherheit im Ausdruck (insbesondere Wechsel der Schreibstile) und mein einfaches Layout.
- Der Leserkreis ist - hoffentlich - sehr heterogen, doch darauf kann ich keine Rücksicht nehmen. Wenn die Älteren also nicht wissen, was ein Blog und ein Post ist oder ihnen das Schreiben eines Gästebucheintrags Probleme bereitet, so wendet euch bitte an die Jugend. Danke ;-)
- Wir können im Vorfeld nicht sagen, wie oft und wie regelmäßig wir uns melden (oder hat jemand eine Karte, in der alle Internetcafès Indiens verzeichnet sind?). Daher verfallt bitte nicht in Panik, wenn wir diese Seite nach sieben Tagen immer noch nicht aktualisiert haben. Werden die Sorgen zu groß, dann erreicht ihr mich auch über mein deutsches Handy.
- Seid Interaktiv! Wir sind zwei Monate weg, wollen aber dennoch wissen, was zu Hause so abgeht. Also schreibt uns munter in unser Gästebuch. Wir freuen uns über jeden Eintrag.
Gleich gibt's Mittag und mein Bruder möchte wohl auch noch ganz gern an seinen PC.
Bis ganz bald, dörte und mel (die wohl gar nicht weiß, dass und vor allem was ich hier schreibe)